RATGEBER & DEFINITION

Was ist ein Advertorial? Definition, Beispiele & Tipps

Alles, was Sie über Advertorials wissen mussen – von der Definition bis zur rechtssicheren Umsetzung. Der vollstandige Leitfaden.

März 2026  ·  ca. 12 Min. Lesezeit  ·  advertorial.de

Sie haben den Begriff Advertorial schon gehört – aber was steckt genau dahinter? Wann lohnt es sich, wann nicht? Und wie unterscheidet es sich von einer Pressemitteilung? Dieser Leitfaden beantwortet alle Fragen – fundiert, praxisnah und ohne Marketing-Buzzwords.

1. Definition: Advertorial einfach erklärt

Der Begriff Advertorial ist ein Kofferwort aus den englischen Begriffen Advertisement (Werbung) und Editorial (redaktioneller Inhalt). Er beschreibt einen bezahlten Beitrag, der sich optisch und sprachlich in den redaktionellen Kontext eines Mediums einfügt – und gleichzeitig als Werbung gekennzeichnet ist.

DEFINITION

Ein Advertorial ist ein bezahlter, redaktionell aufbereiteter Beitrag auf einem Medienportal, der das Erscheinungsbild journalistischer Inhalte ubernimmt, inhaltlich aber vom Auftraggeber kontrolliert wird – und zwingend als Anzeige gekennzeichnet sein muss.

Im deutschsprachigen Raum findet man Advertorials unter verschiedenen Bezeichnungen: Native Advertising, Sponsored Content, Branded Content oder einfach Anzeige. All diese Begriffe beschreiben dasselbe Prinzip: bezahlter Inhalt im redaktionellen Gewand – mit messbarem Nutzen für Sichtbarkeit, SEO und KI-Auffindbarkeit.

2. Advertorial vs. Pressemitteilung

Viele Unternehmen denken, eine Pressemitteilung sei eine kostenlose Alternative. Das stimmt nicht – beide Formate folgen einer komplett anderen Logik.

Advertorial

VerÖeffentlichung✓ Garantiert

Inhaltskontrolle Auftraggeber bestimmt alles

KennzeichnungPflicht: Anzeige / Sponsored

SEO-BacklinkPlanbar (nofollow / sponsored)

Planbarkeit✓ Sehr hoch

GlaubwÜrdigkeitHoch (redaktionelles Umfeld)

Pressemitteilung

VerÖeffentlichung✗ Nur bei Relevanz

Inhaltskontrolle Redaktion entscheidet

KennzeichnungNicht nötig

SEO-BacklinkSelten, nicht steuerbar

Planbarkeit✗ Gering

GlaubwÜrdigkeitSehr hoch (journalistisch)

Fazit: Pressemitteilungen eignen sich für echte Neuigkeiten mit hohem Nachrichtenwert. Advertorials eignen sich immer – besonders für Positionierung, Expertenstatus und gezielten Traffic.

3. Advertorial vs. klassische Werbung

Klassische Display-Anzeigen erzielen eine durchschnittliche Klickrate von unter 0,1 %. Advertorials werden wie redaktionelle Inhalte gelesen – und erzielen deutlich hoh­ere Engagement-Raten.

Advertorial

WahrnehmungWie ein redaktioneller Artikel

EngagementHoch – wird wirklich gelesen

VerweildauerMehrere Minuten

VertrauenHoch

Dauerhaftigkeit Artikel bleibt online

SEO-Effekt Möglich durch Backlink

Display-Werbung

WahrnehmungDirekt als Werbung erkannt

EngagementGering (Banner Blindness)

VerweildauerSekunden bis keine

VertrauenGering

Dauerhaftigkeit Endet mit Laufzeit

SEO-Effekt Keiner

 

4. Sieben Advertorial-Beispiele aus der Praxis

Ein gutes Advertorial liest sich wie ein informativer Artikel und platziert die Werbebotschaft so, dass sie organisch wirkt. Hier sind sieben Formate, die in der Praxis besonders gut funktionieren:

Beispiel 1 – Experten-InterviewFinanzbranche

5 Fehler, die Gründer bei der Finanzierung machen

Ein Finanzberater gibt im Interview-Format wertvolle Tipps. Am Ende wird das Beratungsangebot dezent erwähnt. Effekt: Vertrauen durch Expertise, hohe Lesedauer, qualifizierte Leads.

Beispiel 2 – Ratgeber-ArtikelE-Commerce

Wie Sie Ihren Online-Shop in 30 Tagen auf 10.000 EUR Umsatz bringen

Ein konkreter Guide, der die Losung als Teil des Lösungswegs vorstellt – nicht als Werbung. Effekt: Sehr hohe Klickrate auf die Produktseite.

Beispiel 3 – Case StudyB2B / SaaS

Wie [Kundenname] mit KI-gestutztem Recruiting 40 % schneller einstellt

Die Erfolgsgeschichte eines echten Kunden steht im Mittelpunkt. Das Produkt ist die Lösung. Effekt: Höchste Conversion Rate aller Advertorial-Formate.

Beispiel 4 – TrendanalyseManagement

5 Megatrends, die Ihre Branche 2026 verändern werden

Das Unternehmen positioniert sich als Vordenker. Daten und Studien machen den Artikel zitierfahïg. Effekt: Backlinks, starke Markenwahrnehmung, KI-Sichtbarkeit.

Beispiel 5 – ProdukttestConsumer / Health

Ich habe 4 Wochen lang [Produkt] getestet – das sind meine Erfahrungen

Im Ich-Format eines Redakteurs. Der Leser identifiziert sich mit der Testperson. Effekt: Besonders hohe Klickraten bei B2C-Produkten.

Beispiel 6 – VergleichsartikelSoftware

Die 5 besten Tools fur Projektmanagement 2026 im Vergleich

Das eigene Produkt als eine von fünf Optionen – mit besonderer Tiefe. Effekt: Hohe organische Sichtbarkeit durch Long-Tail-Keywords.

Beispiel 7 – StudienberichtAlle Branchen

Studie: So denken deutsche CEOs über KI im Jahr 2026

Ein Unternehmen veröffentlicht eigene Studienergebnisse als redaktionelle Meldung. Effekt: Maximale Glaubwürdigkeit, starke Linkbuilding-Wirkung.

5. So schreiben Sie ein Advertorial: Schritt für Schritt

Die häufigste Falle: Den Artikel mit dem eigenen Unternehmen beginnen. Das liest niemand. Beginnen Sie mit dem Problem Ihrer Zielgruppe.

1

Zielgruppe und Leserproblem definieren

Fragen Sie sich: Welche konkrete Herausforderung hat mein potenzieller Kunde? Schreiben Sie für diese Person – nicht für sich selbst.

Beispiel: „Viele Gründer wissen nicht, wie sie erste Investoren ansprechen sollen.“

2

Keyword recherchieren und integrieren

Das Haupt-Keyword gehört in Titel, ersten Absatz und mindestens eine Zwischenüber­schrift. Schreiben Sie zuerst für den Leser, dann optimieren Sie für Suchmaschinen.

3

Starken Einstieg schreiben (Hook)

Nutzen Sie eine Statistik, eine provokante Frage oder eine überraschende Aussage. Der erste Satz entscheidet, ob der Leser weiterliest.

Beispiel: „90 % der Werbeanzeigen werden nicht bewusst wahrgenommen. Advertorials sind die Ausnahme.“

4

Mehrwert liefern – 70:30-Regel

Mindestens 70 % echten Informationswert. Die Werbebotschaft wird als Lösung für das beschriebene Problem eingeführt – nie als Eigenlob. „Ein Ansatz, der hier besonders effektiv ist…“

5

Klaren Call-to-Action setzen

Genau einen spezifischen, niedrigschwelligen CTA am Ende. „Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen – in 20 Minuten erfahren Sie, ob Advertorial-Marketing fur Ihr Unternehmen passt.“

6

Kennzeichnung einfügen (Pflicht)

Ganz oben im Beitrag, vor dem Titel: Anzeige, Werbung oder Sponsored Content. Klar sichtbar, nicht versteckt. Mehr dazu im Abschnitt Kennzeichnungspflicht.

6. Kosten eines Advertorials: Was ist realistisch?

Die Kosten hängen von zwei Faktoren ab: dem Publisher und der Leistung der Agentur. Folgende Richtwerte geben Orientierung:

Publisher-Kategorie Reichweite Richtwert
Nischen-Blog / Fachportal 10.000 – 100.000 Leser/Mo. 1.000 – 2.000 EUR
Regionales Medienportal 100.000 – 500.000 Leser/Mo. 2.500 – 5.000 EUR
Nationales Wirtschaftsmedium 500.000 – 2 Mio. Leser/Mo. 3.000 – 12.000 EUR
Premium-Publisher (Handelsblatt etc.) 2+ Mio. Leser/Mo. 4.000 – 20.000 EUR

Hinweis zu Agenturkosten: Viele Publisher verlangen, dass der Text durch ihre interne Redaktion erstellt wird. Agenturleistungen (Recherche, Text, Abstimmung) kosten zusatzlich 500–3.000 EUR. Bei advertorial.de sind Texterstellung und Platzierung in einem Paket gebündelt.

7. SEO-Effekte & KI-Sichtbarkeit

Advertorials auf starken Medienportalen können das Google-Ranking verbessern, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der Beitrag enthalt einen Backlink zu Ihrer Website.
  2. Der Backlink ist mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" versehen.

KI-Sichtbarkeit: Wenn ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews nach Lösungen in Ihrer Branche suchen, zitieren sie bevorzugt Quellen aus bekannten Medien. Ein Advertorial auf Handelsblatt.de erhöht die Chance erheblich, in KI-Antworten erwähnt zu werden.

8. Kennzeichnungspflicht: Was das Gesetz verlangt

Die Kennzeichnungspflicht fur Advertorials ist in Deutschland klar geregelt – und wird von Wettbewerbsverbanden aktiv verfolgt. Relevant sind: § 5a UWG, § 22 Medienstaatsvertrag und § 6 TMG.

✓ Zulässige Kennzeichnungen

AnzeigeWerbungSponsored ContentBezahlte PartnerschaftAdvertorialGesponsert

✗ Nicht ausreichende Kennzeichnungen

Partner-BeitragEmpfehlungPrasentiert vonIn Kooperation mitPromotion

Praxistipp: Die Kennzeichnung muss klar, eindeutig und sofort sichtbar sein – ganz oben im Beitrag, vor dem ersten Absatz. Seriose Publisher kümmern sich automatisch um die korrekte Kennzeichnung.

9. FAQ – Haufige Fragen zum Advertorial

Was ist ein Advertorial?
Ein Advertorial ist ein bezahlter redaktioneller Beitrag auf einem Medienportal, der inhaltlich wie ein journalistischer Artikel aufgebaut ist, aber vom Auftraggeber bezahlt und kontrolliert wird. Es muss als Anzeige oder Sponsored Content gekennzeichnet sein.
Was kostet ein Advertorial?

Die Kosten hängen von Publisher, Zielgruppe, Thema und Umfang ab – jedes Advertorial ist ein individuelles Projekt. Im kostenlosen Erstgespräch bei advertorial.de erhalten Sie eine konkrete Publisher-Empfehlung und ein transparentes Vollservice-Angebot ohne versteckte Kosten. Texterstellung, Abstimmungsrunden und Veröffentlichungsgarantie sind immer inklusive.

Was ist der Unterschied zwischen Advertorial und Pressemitteilung?

Eine Pressemitteilung ist kostenlos, wird aber nur veröffentlicht, wenn die Redaktion sie für journalistisch relevant hält. Ein Advertorial ist bezahlt und erscheint garantiert. Beim Advertorial bestimmt der Auftraggeber den Inhalt vollständig.

Muss ein Advertorial als Werbung gekennzeichnet werden?

Ja, zwingend. Gemasß UWG und Medienstaatsvertrag muss jeder bezahlte Beitrag klar als Anzeige, Werbung oder Sponsored Content gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung muss am Anfang stehen. Verstösse konnen zu Abmahnungen führen.

Verbessert ein Advertorial das Google-Ranking?

Advertorials auf renommierten Portalen können das SEO-Ranking verbessern – direkt durch Backlinks (mit nofollow/sponsored) und indirekt durch erhöhte Markenbekanntheit. Auch für die KI-Sichtbarkeit in ChatGPT oder Google AI Overviews haben Medienplatzierungen einen messbaren Effekt.

Wie lange ist ein Advertorial online?

Das hängt vom Publisher ab. Viele Portale veröffentlichen Advertorials dauerhaft – der Beitrag bleibt langfristig abrufbar und weiter für SEO wirksam. Manche Publisher beschränken die Laufzeit auf 12 Monate. Klären Sie dies vor der Buchung.

Wer schreibt das Advertorial?

Entweder der Auftraggeber selbst, eine spezialisierte Agentur wie advertorial.de, oder die Redaktion des Publishers. Bei advertorial.de übernimmt das Redaktionsteam die gesamte Texterstellung, Abstimmung und Veröffentlichung.

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Wir erstellen und platzieren Ihr Advertorial auf Deutschlands führenden Medienportalen – SEO-optimiert, rechtssicher und mit Veröffentlichungsgarantie.

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