VERGLEICH & ENTSCHEIDUNGSHILFE

Advertorial vs. Pressemitteilung:
7 entscheidende Unterschiede

Wann zahlen Sie – und wann nicht? Eine ehrliche Gegenüberstellung mit konkreter Entscheidungshilfe, Kombinationsstrategie und den 5 Pflichtbestandteilen einer Pressemitteilung.

April 2026  ·  8 Min. Lesezeit  ·  advertorial.de

7

Unterschiede
im Vergleich

0 EUR

Kosten einer
Pressemitteilung

100 %

Veröeffentlichungs-
garantie Advertorial

1. Die 7 Unterschiede im Überblick

Der häufigste Irrtum: Viele Unternehmen denken, eine Pressemitteilung sei einfach eine kostenlose Alternative zum Advertorial. Das stimmt nicht – beide Formate folgen einer komplett anderen Logik.

Advertorial

KostenBezahlt 

VerÖffentlichungsgarantie✓ Ja – garantiert

Inhaltskontrolle Auftraggeber bestimmt alles

KennzeichnungPflicht: Anzeige / Sponsored Content

SEO-BacklinkPlanbar – nofollow oder sponsored

Planbarkeit✓ Sehr hoch – Datum frei wählbar

GlaubwÜrdigkeitHoch (redaktionelles Umfeld)

Pressemitteilung

KostenKostenlos (nur Arbeitszeit)

VerÖffentlichungsgarantie✗ Nein – Redaktion entscheidet

Inhaltskontrolle Redaktion kann ändern oder ablehnen

KennzeichnungKeine Kennzeichnung notig

SEO-BacklinkSelten und nicht steuerbar

Planbarkeit✗ Gering – Timing unbekannt

GlaubwÜrdigkeitSehr hoch (journalistisch, wenn aufgegriffen)

Fazit auf einen Blick: Die Pressemitteilung punktet bei Glaubwürdigkeit und Kosten – aber nur wenn die Neuigkeit groß genug ist. Das Advertorial punktet bei Kontrolle, Planbarkeit und Skalierbarkeit.

2. Die 7 Unterschiede im Detail

Hinter jedem der sieben Kriterien steckt eine Entscheidung, die über den Erfolg Ihrer Medienstrategie mitbestimmt. Hier ist jeder Punkt erklärt:

💰

Unterschied 1

Kosten

Advertorial

Bezahlt. Auf Anfrage – Vollservice mit Veröffentlichungsgarantie.

Pressemitteilung

Kostenlos – die Erstellung kostet nur Ihre Arbeitszeit. Der Publisher tragt keine Vergütung.

Unterschied 2

Veröffentlichungsgarantie

Advertorial

100 % Garantie. Nach Freigabe durch den Auftraggeber erscheint der Beitrag zum vereinbarten Termin.

Pressemitteilung

Keine Garantie. Die Redaktion entscheidet eigenständig ob, wann und wie der Inhalt erscheint.

Unterschied 3

Inhaltskontrolle

Advertorial

Der Auftraggeber bestimmt Thema, Tonalitat, Botschaft und CTA vollständig. Änderungen nur mit Zustimmung.

Pressemitteilung

Die Redaktion kann Inhalte ändern, kurzen oder den eigentlichen Nachrichtenwert verändern.

Unterschied 4

Kennzeichnungspflicht

Advertorial

Pflicht gemasß § 5a UWG: klar als „Anzeige“ oder „Sponsored Content“ kennzeichnen. Ganz oben, vor dem Titel.

Pressemitteilung

Keine Kennzeichnung nötig. Redaktionelle Beitrage müssen nicht als Werbung markiert werden.

🔗

Unterschied 5

SEO-Backlink

Advertorial

Planbar. Ein Link zur eigenen Website kann vereinbart werden – mit rel=nofollow oder rel=sponsored Attribut gemasß Google-Richtlinien.

Pressemitteilung

Selten und nicht steuerbar. Die Redaktion entscheidet ob und wie verlinkt wird.

📅

Unterschied 6

Planbarkeit & Timing

Advertorial

Vollständig steuerbar. Erscheinungsdatum, Laufzeit und Update-Zyklen sind frei wählbar und planbar.

Pressemitteilung

Nicht steuerbar. Zwischen Versand und Veröffentlichung können Tage oder Wochen liegen – oder gar nichts erscheinen.

Unterschied 7

Glaubwürdigkeit

Advertorial

Hoch – durch das redaktionelle Umfeld des Mediums. Leser nehmen bezahlte Inhalte in renommierten Portalen als vertrauenswürdig wahr.

Pressemitteilung

Sehr hoch – sofern die Redaktion den Inhalt aufgreift. Ein unvermittelter redaktioneller Beitrag hat maximale journalistische Glaubwürdigkeit.

3. Entscheidungsbaum: Was passt wann?

Die ehrlichste Frage, die Sie sich stellen sollten: Wurde ein Journalist diesen Inhalt interessant finden – ohne dass ich zahle? Wenn ja: Pressemitteilung. Wenn nein: Advertorial. Die folgende Tabelle hilft bei allen anderen Fällen:

Haben Sie eine echte Neuigkeit mit Nachrichtenwert?

PressemitteilungPressemitteilung probieren
AdvertorialAdvertorial wählen

Ist die Botschaft kein klassischer News-Anlass?

PressemitteilungEher Advertorial
AdvertorialAdvertorial wählen – garantierte Platzierung

Brauchen Sie einen bestimmten Erscheinungstermin?

PressemitteilungSchwierig – Advertorial wäre besser
AdvertorialAdvertorial wählen – Datum frei wählbar

Ist das Budget sehr begrenzt und der Nachrichtenwert hoch?

PressemitteilungPressemitteilung probieren
AdvertorialAdvertorial als langfristige Investition

Wollen Sie den Inhalt zu 100 % selbst bestimmen?

PressemitteilungNein, Redaktion entscheidet
AdvertorialAdvertorial wählen

Sind SEO-Backlinks oder KI-Sichtbarkeit Ziele?

PressemitteilungBedingt und nicht steuerbar
AdvertorialAdvertorial wählen – planbar und messbar

Wollen Sie regelmäßig und planbar Medienprasenz aufbauen?

PressemitteilungNur bei regelmäßigen Neuigkeiten möglich
AdvertorialAdvertorial-Kampagne starten

Goldene Regel: Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie das Advertorial. Es ist planbar, messbar und unabhängig vom Tagesgeschehen einer Redaktion.

4. Die Kombinations-Strategie: Beides nutzen

Die klügste Medienstrategie nutzt beide Formate – nicht als Alternativen, sondern als Ergänzung. So bauen Sie systematisch Medienpräsenz auf:

1

Advertorial als Basis-Positionierung

Dauerhaft und planbar

Platzieren Sie regelmäßig Advertorials auf Premium-Portalen, um Expertenstatus und Sichtbarkeit aufzubauen – unabhängig vom aktuellen Nachrichtenwert. Quartallich oder halbjährlich ist ein guter Rhythmus.

2

Pressemitteilung bei echten Neuigkeiten

Reaktiv und opportunistisch

Nutzen Sie Ihre durch Advertorials aufgebaute Medienpräsenz als Vertrauensbasis. Redaktionen nehmen Unternehmen, die sie bereits kennen, deutlich häufiger auf – das ist empirisch belegt.

3

Querverweise als Synergie

Beide Formate verstärken sich

Verweisen Sie in Pressemitteilungen auf Ihre Advertorial-Inhalte als weiterführende Quellen. Umgekehrt erwähnen Sie in Advertorials Ihre aktuellen Neuigkeiten. Jede Platzierung stärkt das Gesamtbild.

Praxisbeispiel: Ein Fintech-Unternehmen platziert quartalsweise Advertorials zum Thema Open Banking. Als es eine neue Kooperation bekannt gibt, greift die Redaktion die Pressemitteilung auf – weil sie das Unternehmen bereits kennt.

5. Pressemitteilung schreiben: Die 5 Pflichtbestandteile

Eine Pressemitteilung, die keine Redaktion interessiert, ist verschwendete Zeit. Diese fünf Elemente entscheiden darüber, ob Ihre PM aufgegriffen wird oder ungelesen im Papierkorb landet:

1

Schlagzeile mit echtem Nachrichtenwert

Über Aufnahme oder Ablehnung entscheidet dieser Satz

Der Titel muss die Neuigkeit sofort klar machen. Kein Marketing-Sprech.

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2

Lead-Absatz mit den W-Fragen

Wer, Was, Wann, Wo, Warum – in 3 Sätzen

Journalisten entscheiden nach dem Lead, ob sie weiterlesen. Alle fünf W-Fragen mussen in maximal drei Sätzen beantwortet sein. Keine Schachtelsätze.

3

Zitat einer namentlich genannten Person

Jeder Journalist braucht ein Zitat

Das Zitat muss von einer konkreten Person mit Funktion stammen – nicht vom Unternehmen allgemein. Vollständiger Name und Titel sind Pflicht.

Beispiel: „Diese Partnerschaft eröffnet uns den Zugang zu einem Markt mit 40 Millionen potenziellen Kunden“, sagt Maria Hofmann, CEO der XY GmbH.

4

Boilerplate: Hintergrundinformationen

Standardisierter Absatz – immer gleich

Ein kurzer, immer gleicher Absatz über das Unternehmen am Ende: Gründungsjahr, Kerngeschäft, Mitarbeiterzahl, Standort, Website. Einmal formulieren, immer verwenden.

5

Ansprechpartner mit direkter Erreichbarkeit

Journalisten rufen an – sofort

Name, Funktion, direkte E-Mail und Mobilnummer. Wer nicht erreichbar ist, wird nicht veröffentlicht. Besonders bei Tageszeitungen mit engen Deadlines ist Erreichbarkeit entscheidend.

6. FAQ – Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen Advertorial und Pressemitteilung?

Der wichtigste Unterschied: Eine Pressemitteilung ist kostenlos, aber die Veröffentlichung ist nicht garantiert – die Redaktion entscheidet. Ein Advertorial ist bezahlt und wird garantiert veröffentlicht. Dafür muss es als Anzeige gekennzeichnet werden und der Auftraggeber bestimmt den Inhalt vollständig.

Wann lohnt sich eine Pressemitteilung, wann ein Advertorial?

Pressemitteilung: bei echtem Nachrichtenwert – Produktlaunch, Auszeichnung, Studie, neue Kooperation. Advertorial: wenn Planbarkeit wichtig ist, der Inhalt nicht klassisch newswürdig ist, oder wenn SEO- und KI-Sichtbarkeit Ziele sind.

Kann ich Pressemitteilung und Advertorial kombinieren?

Ja – und das ist sogar die klügste Strategie. Advertorials bauen kontinuierlich Expertenstatus auf. Wenn Sie dann eine echte Neuigkeit haben, nehmen Redaktionen Ihre Pressemitteilung eher wahr, weil sie Ihr Unternehmen bereits kennen.

Muss ein Advertorial als Werbung gekennzeichnet sein, eine Pressemitteilung nicht?
Genau. Ein Advertorial muss gemaß UWG als Anzeige oder Sponsored Content gekennzeichnet sein – klar, sichtbar und vor dem Titel. Eine Pressemitteilung ist kein bezahlter Inhalt und muss nicht als Werbung markiert werden.
Was sind die 5 Pflichtbestandteile einer Pressemitteilung?
1. Schlagzeile mit echtem Nachrichtenwert – 2. Lead-Absatz mit den W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Warum) – 3. Zitat einer namentlich genannten Person mit Funktion – 4. Boilerplate mit Unternehmensinformationen – 5. Ansprechpartner mit direkter Erreichbarkeit (Name, E-Mail, Mobilnummer).
Wie unterscheiden sich Advertorial und Pressemitteilung beim SEO?

Ein Advertorial kann gezielt mit einem Backlink zur eigenen Website versehen werden – planbar und mit korrektem nofollow oder sponsored Attribut. Eine Pressemitteilung enthält selten steuerbare Backlinks, da die Redaktion entscheidet. Der SEO-Effekt eines Advertorials ist daher deutlich besser planbar.

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