Sind  Advertorials Werbung?

No Advertisement! – Warum ein Advertorial keine normale Werbung ist

Innovative Werbeformen werden im Marketing immer wichtiger. Im Internet hat sich in den letzten Jahren eine ganze Reihe interessanter neuer Möglichkeiten etabliert. Darunter auch das Advertorial. Ganz neu ist es eigentlich nicht: Im Printbereich werden Advertorials in Deutschland bereits seit vielen Jahren veröffentlicht, im angelsächsischen Raum gab es die ersten Advertorials schon in den 40er-Jahren. Trotzdem lösen sie beim Einsatz im Netz noch immer einige Missverständnisse aus, wir klären in diesem Artikel ob Advertorials Werbung sind.

 

Advertorials Werbung

 

Was ein Advertorial eigentlich genau ausmacht, geht bereits aus dem Namen hervor: Es ist ein Portmanteau aus den englischen Begriffen Advertisement (Werbeanzeige) und Editorial (ein redaktionell aufbereiteter Artikel). In der Praxis werden somit Werbebotschaften mit zielgruppenrelevanten Inhalten verknüpft, die informieren und unterhalten. Und genau dadurch unterscheiden sie sich von herkömmlicher Werbung. Mehr dazu unter Advertorials sind keine Schleichwerbung.

Sind Advertorials Werbung? Bei einem normalen Advertisement wird die Werbebotschaft offensiv in den Mittelpunkt gestellt. Anders bei Advertorials: Hier liegt ein stärkerer Fokus auf den inhaltlichen Mehrwerten für die Verbraucher. Sie ähneln in Format und Schreibweise zudem dem redaktionellen Umfeld, in dem sie erscheinen – ein weiterer Unterschied zu anderen Werbeformaten wie beispielsweise Display-Anzeigen, die von Usern sofort als „Fremdkörper“ erkannt und immer öfter von Werbeblockern neutralisiert werden. Wir haben dazu auch einen interessanten Beitrag unter Advertorial Beispiele.

Neben der Nutzerakzeptanz haben sie noch einen weiteren Vorteil: Advertorials sind immun gegen Werbeblocker. Programme wie Adblock erfreuen sich ungebremster Popularität, sind für alle gängigen Browser verfügbar und dementsprechend weitverbreitet. Sie verhindern, dass Nutzern beim Besuch einer Webseite unerwünschte Werbeformate angezeigt werden – darunter fallen üblicherweise Adwords-Anzeigen, Display- und Bannerwerbung, aber auch Werbevideos auf Youtube und Co. Die Tatsache, dass Advertorials hiervon nicht betroffen sind, macht sie zu einem wertvollen Marketinginstrument.

Werblich sind Advertorials natürlich trotzdem. Darum müssen sie auch so gekennzeichnet werden. Lesern ist also durchaus bewusst, dass es sich um ein Advertisement handelt. Aber gerade weil dieses dezent gestaltet und mit relevantem Content verknüpft ist, reagieren viele Leser eher positiv. Das macht Advertorials in Zeiten zielgruppenübergreifender Werbemüdigkeit zu einem wichtigen Marketinginstrument.