Advertorials und redaktionelle Artikel

Darum unterscheiden sich Advertorials von redaktionellen Artikeln

Advertorials und redaktionelle Artikel – „Content is king“ – ein gern verwendeter Spruch, der trotz seiner inflationären Benutzung in den letzten Jahren nichts an Bedeutung eingebüßt hat. Das gilt vor allem für das Online-Marketing: Klassische Internetwerbung wie Banner oder Textanzeigen werden von Nutzern immer häufiger mit Desinteresse abgestraft. Die Kampagnen werden teurer, rentieren sich aber kaum noch. Das hat seine Gründe: Moderne Internet-Nutzer wollen für sie relevante Mehrwerte sehen, bevor sie sich ernsthaft mit einer beworbenen Marke beschäftigen.



Advertorials und redaktionelle Artikel


In diese Kerbe schlagen Advertorials. Die Mischung aus den englischen Begriffen Editorial und Advertisement bezeichnet eine besondere Werbeform, die sich offline bereits seit Jahrzehnten bewährt, im Internet aber erst seit einigen Jahren die Runde macht. Das Grundprinzip: redaktionelle Inhalte wie ein Editorial bieten und diese mit einer unaufdringlichen Werbebotschaft verknüpfen. Veröffentlicht werden Advertorials idealerweise auf Seiten renommierter Publisher, wo sie inhaltlich und optisch an das dortige rein redaktionelle Angebot angepasst werden.

No Editorial – darum unterscheiden sich Advertorials von redaktionellen Artikeln

Im Vorfeld sollten sich Werbetreibende allerdings über einige Punkte im Klaren sein: Advertorials sind Werbung und keinesfalls gleichzusetzen mit einem objektiven, unabhängigen Editorial. Sowohl die rechtlichen Vorgaben als auch der deutsche Pressekodex geben daher unmissverständlich vor, dass solche Advertorial Inhalte entsprechend zu kennzeichnen sind. Das geschieht zum einen durch Markierungen wie „Anzeige“ oder „Bezahlter Inhalt“, die oberhalb des Advertorials positioniert werden. Zum anderen darf aber auch der Inhalt selbst nicht zu werblich wirken – eine 400 Wörter starke Lobeshymne für Produkt X wirkt in den meisten Fällen unglaubwürdig und vor allem uninteressant.

Kein reines Editorial, kein reines Advertisement: Laut der Advertorial Definition gehören zu einer neuen Generation innovativer Werbemischformen, deren Akzeptanz bei Nutzern immer weiter steigt. Da sie jedoch von Laien nur schwierig umzusetzen sind, sollten Kampagnen immer mit einer erfahrenen Werbeagentur geplant und umgesetzt werden. Im Vergleich zu anderen Werbeformen wie Display oder Text bringen sie zwar etwas mehr Arbeitsaufwand mit sich, der ROI ist dafür umso größer. Zum Beispiel sind Advertorials ein wichtiger Bestandteil des „Native Advertising“-Trends, der sich gegen die zunehmende Werbemüdigkeit stemmt.