Warum sind Advertorials keine Schleichwerbung?

Sind Advertorials Schleichwerbung? Advertorials sind Unaufdringlich, aber nicht verschleiert

Viele Marketingverantwortliche kennen das Problem – Advertorials Schleichwerbung: In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden, Verbraucher über konventionelle Werbekanäle zu erreichen. Die Ausgaben steigen, die Effektivität sinkt. Werbemüdigkeit ist in fast allen Branchen zu einem großen Problem geworden. Sehr gut lässt sich dieses Dilemma im Netz verfolgen, die Nutzerzahlen von Werbeblockern steigen rapide an.

In Anbetracht dieser Entwicklung ist klar, dass weniger offensive Werbeformen im Marketingmix an Bedeutung gewinnen. Natürlich sind Unternehmen sowohl aus rechtlicher als auch aus moralischer Sicht Grenzen gesetzt, Stichwort Advertorials Schleichwerbung. Die Frage, ob auch Advertorials unter diese Kategorie fallen, wurde in den vergangenen Monaten häufig gestellt. Die Antwort ist ein klares Nein. Wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, gibt es weder juristische noch moralische Probleme mit dieser Werbeform.

Unter Advertorials Schleichwerbung versteht man zunächst einmal Werbeanzeigen, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Online-Magazine, Newsseiten und andere Publisher, die Advertorials veröffentlichen wollen, müssen also darauf achten, dass sie diese klar vom rein redaktionellen Inhalt trennen. Das geschieht u. a. mit einer deutlich erkennbaren Markierung oberhalb des Artikels, die beispielsweise „Anzeige“ oder „Sponsored Post“ laut Advertorial Definition lauten sollte.

 
Advertorials Schleichwerbung

 

Damit wären die juristischen Anforderungen bereits erfüllt. Aber auch der Inhalt muss gewissen Anforderungen genügen, soll er denn von der anvisierten Zielgruppe positiv rezipiert werden. Natürlich sind Werbebotschaften ein wichtiger Aspekt des Advertorials, es wäre jedoch falsch, den redaktionellen Teil nur stiefmütterlich zu behandeln. Wird dem Leser ein tatsächlicher inhaltlicher Mehrwert geboten, bekommt er also interessensrelevante Informationen, steigt die Akzeptanz der harmonisch im Artikel platzierten Werbebotschaft.

Ob Advertorials Schleichwerbung sind lässt sich einfach beantworten, im Gegensatz zur Schleichwerbung geht es bei Advertorials nicht darum, den Leser hinters Licht zu führen. Sie greifen vielmehr an der Wurzel des Grundproblems der Werbemüdigkeit an: dem Unvermögen konventioneller Werbemethoden, dem Verbraucher für seine Aufmerksamkeit eine Gegenleistung zu bieten.

Dafür müssen Werbetreibende zwar etwas mehr Zeit investieren als bei Bannern und Co., bei korrekter Umsetzung können sie aber dafür mit einem attraktiveren ROI rechnen.